Staatsanwaltschaft beharrt auf Verhör Assanges in Schweden

02. August 2012

Die schwedische Staatsanwaltschaft hat ein Angebot abgelehnt, Wikileaks-Gründer Julian Assange in der Botschaft Ecuadors in London zu vernehmen.

© 2012 APA/AP Wikileaks-Gründer Julian Assange

Der 41-Jährige müsse in Schweden verhört werden, bekräftigte ein Sprecher der Anklagebehörde am Donnerstag in Stockholm.

Die schwedische Staatsanwaltschaft wirft Assange Sexualdelikte vor.

Assange, der die Vorwürfe bestreitet, sitzt seit Wochen in der Botschaft Ecuadors in London fest.

Er hat Asyl in dem südamerikanischen Land beantragt, um seine Auslieferung nach Schweden zu verhindern.

Er befürchtet, von dort in die USA abgeschoben zu werden.

Wikileaks hatte zahllose vertrauliche US-Botschaftsdepeschen veröffentlicht.

Assanges Anwälte hatten die Vernehmung in der Botschaft angeboten.

Ecuador will über den Asylantrag des Australiers erst nach dem Ende der Olympischen Spiele in London am 12. August entscheiden.

Präsident Rafael Correa erklärte dazu in Quito, sein Land werde in dieser Angelegenheit keine Einmischung von außen dulden.

„Ecuador wird eine souveräne Entscheidung treffen“, sagte er am Mittwoch (Ortszeit) nach einem Treffen mit der Mutter Assanges.

Zugleich kritisierte Correa eine „doppelte internationale Moral“ im Falle des Wikileaks-Gründers. Ecuador unterstütze die wahre Meinungsfreiheit. Nur dürfe dadurch nicht die nationale Sicherheit eines Landes gefährdet werden.

dpa

http://www.stol.it/Artikel/Politik-im-Ueberblick/Politik/Staatsanwaltschaft-beharrt-auf-Verhoer-Assanges-in-Schweden

 

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