Cyberattacke auf Wikileaks

BERLIN – Das umstrittene Enthüllungsportal WikiLeaks ist am späten Dienstagabend Opfer eines Cyberangriffs geworden

Die Website sei laut eigener Aussage gerade dabei gewesen, tausende bisher unveröffentlichte Dokumente von US-Diplomaten zu veröffentlichen. Einige dieser Dokumente unterlägen noch immer der Geheimhaltungspflicht. In den lexten Tagen hatte Wikileaks rund 134.000 geheime Depeschen online gestellt – mehr als sechsmal so viel wie je zuvor. “Wikileaks.org wird gerade angegriffen“, teilte die Website über Twitter mit.

Wenig später ließ die Enthüllungsplattform verlauten, dass es sich um eine Cyber-Attacke gehandelt habe, die Website nun aber wieder online sei: “Wikileaks.org ist zurück. Netter Versuch”. Einige Nutzer könnten allerdings Probleme mit dem Zugriff auf die Website haben. Wer hinter der Cyberattacke steckt, die als Antwort auf die letzten Veröffentlichungen gilt, ist unklar.

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‘Wikileaks ist frustiert über mangelndes Medieninteresse’

Die US-Dokumente, die Wikileaks momentan für die breite Öffentlichkeit zugänglich macht, stammen laut der Nachrichtenagentur Reuters aus einem Cache mit mehr als 250.000 Regierungsberichten, die Wikileaks seit letztem Jahr immer wieder häppchenweise veröffentlicht. Nur einige ausgesuchte Nachrichtenorganisationen haben Zugriff auf die gesamten Dokumente. Sie publizieren diese aber nur dann, wenn sie spezielle investigative Newsberichte schreiben und die geleakted Berichte dafür interessant sind.

Wikileaks ist das aber offenbar zu wenig. Wikileaks-Gründer Julian Assange sei frustriert über das mangelnde Medieninteresse, teilte ein anonymer Informant Reuters mit, darum stelle die Enthüllungsplattform das brisante Material nun einer größeren Klientel zur Verfügung.

© Dnews.de/J. Jehnen

http://www.dnews.de/nachrichten/netzwelt/596355/cyberattacke-wikileaks.html

 

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